Digitale Bibliothek 2017: Call for Papers

Die Digitale Bibliothek wird vom 2.-3. März 2017 an der Universität Graz stattfinden, und stellt diesmal die Frage nach der „Zukunft des digitalen Erbes?“. Wie soll die nachhaltige Gestaltung von Datenarchivierung, Infrastrukturen, Services und Partnerschaftsmodellen für die zukünftigen Anforderungen in einer hoch-digitalisierten Lebenswelt erfolgen?

„Zukunft des digitalen Erbes?“
Nachhaltige Lösungen für Gedächtnis- und Wissenschaftseinrichtungen

Wir freuen uns über Beiträge, die sich mit den theoretischen Grundlagen oder praktischen Lösungen für folgende Themenbereiche aus der Perspektive von Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen auseinandersetzen:

– Services, Produkte und Lösungen

  • Innovative Dienstleistungen für neue Generationen von NutzerInnen
  • Anforderungen an die Produktgestaltung (zB. Nutzerorientierung, Design Thinking, Prosumer Integration)
  • Konnektivität, APIs, Apps, Multi-Device Support, Semantisches Web

– Infrastrukturen, Geschäftsmodelle und Partnerschaften

  • Nachhaltige Konzepte der Langzeitarchivierung, Metadatenmanagement
  • Beispielhafte Kooperationen (zB. Private-Public Cooperation, Crowdsourcing)
  • Innovative Partnerschaftsmodelle, Open (Research) Data
  • Datenanalyse, Datensicherheit, Rechtliche Aspekte, Informationsarchitekturen

– Wissensvermittlung, modernes Nutzungsverhalten und Open Access

  • Nachnutzung von digitalen Speichern in der Lehre und Wissenschaft
  • Open Access, Open Science, Zugang zu kulturellen Forschungsdaten
  • Museen, Bibliotheken und Archive als Vermittlungsstellen kulturellen Erbes für nächste Generationen

– Leitgedanken, Visionen und Rahmenbedingungen

  • Zukunftsszenarien und Visionen für die digitale Welt von morgen
  • Politische Leitlinien und Ansätze, Policies an Universitäten und Forschungseinrichtungen für Sammlungen, Sammlungsentscheidungsprozesse
  • Nachhaltige Digitalisierung von kulturellem und wissenschaftlichem Erbe für zukünftige Generationen als politischer Auftrag

Detailinformationen zum Call finden Sie auf folgender Webseite:
http://www.europeana-local.at/index.php?option=com_content&view=article&id=112:digbib2017&catid=7:veranstaltungen&Itemid=22

Einsendeschluss ist der 30. September 2016.
Senden Sie Ihre Einreichungen bitte an: Frau Mag. Gerda Koch < kochg(at)europeana-local.at >

Claudia Resch: Daten: zu schön zum Sterben – Zur Nachnutzung digital aufbereiteter Memento mori-Literatur

Claudia Resch (Österreichische Akademie der Wissenschaften, Austrian Centre for Digital Humanities) stellte das unter Ihrer Leitung aufgebaute und betreute Austrian Baroque Corpus (ABaC:us https://acdh.oeaw.ac.at/abacus) vor und berichtete dabei über die Projektorganisation, die Aufbereitung der Daten und diverse Disseminationsstrategien.

PPT-Folien
Link zum Youtube-Video: https://youtu.be/pxwxOS9scww

Neues Projekt online: Gebrauchsgrafik

Gebrauchsgrafik: Aufbruch in die Moderne

Bereits um 1900 erobert das modern gestaltete Plakat den öffentlichen urbanen Raum und steht damit am Beginn der Geschichte des Grafikdesigns. Eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Plakaten und Gebrauchsgrafiken der Steirischen Archive und deren bildwissenschaftliche und kunsthistorische Analyse liefern neue Erkenntnisse zur Steirischen Moderne. In Vergessenheit geratene Gebrauchskünstlerinnen und Gebrauchskünstler werden aufgezeigt, eine Entwicklung festgehalten und in den internationalen Kontext eingegliedert. Graz weist bereits um 1900 rege moderneaffine Tendenzen vor, die mit dem Begriff der Grazer Zeitkunst zusammengefasst werden können.

Die Metadaten der Plakatsammlung des Landesarchivs finden auch Eingang ins Webportal “Repositorium Steirisches Wissenschaftserbe“.

http://gams.uni-graz.at/gg

Walter Scholger: Urheberrechtliche Aspekte von Forschung und Lehre im digitalen Raum

Walter Scholger (Zentrum für Informationsmodellierung, Uni Graz) sprach über die Implikationen des Urheberrechts in Bezug auf digitale Medien in Zusammenhang mit Forschung und Lehre. Mit einprägsamen Beispielen veranschaulichte er die Chancen und Tücken u.a. der Urheberrechtsreform vom Herbst 2015.

Link zu den PPT-Folien
Link zum Youtube-Video: https://youtu.be/2yf4mpI2v8M

Neues Projekt online: Gründungsurkunde und Insignien der Karl-Franzens-Universität Graz

2014 erschienen die Texte der Gründungsurkunde der Karl-Franzens-Universität Graz und kaiserlichen und päpstlichen Bestätigungen sowie Beschreibungen der Insignien der Karl-Franzens-Universität Graz in Buchform. Die wesentlichen Inhalte der Publikation wurden in eine digitale Darstellungsform überführt und finden zusätzlich zu einer eigenständigen Präsentation auch Eingang ins Portal „Repositorium Steirisches Wissenschaftserbe“.

http://gams.uni-graz.at/kfug

Rainer Simon: Pelagios – Semantic annotation of historical place references in digital resources (Vortrag und Workshop)

Rainer Simon (AIT) stellte in seinem Vortrag die semantische Annotation von digitalen Quellen (Texten und Bilder) mit Hilfe des Systems Pelagios vor. Die Arbeit damit konnte im Anschluss an den Einführungsvortrag in einer hands-on-Session ausprobiert werden.

Link zu den PPT-Folien
Link zum Youtube-Video: https://youtu.be/c-hQcdGcR5A
Links zu den aus der PPT:
https://vimeo.com/163546069

Stellenausschreibungen

Das Zentrum für Informationsmodellierung besetzt zum 1. Juli 2016 zwei Stellen:

UniversitätsassistentIn mit Doktorat (30 Stunden/Woche; befristet auf 5 Jahre)
Inhaltliche Ausrichtung: Eigenständige wissenschaftliche Forschung im Gegenstandsbereich „Digitale Geisteswissenschaften“, insbesondere in den Fachbereichen Computerlinguistik oder Informationswissenschaften und deren Anwendung auf geistes- und kulturwissenschaftliche Daten

Ausschreibung auf Deutsch | Ausschreibung auf Englisch

 

UniversitätsassistentIn ohne Doktorat (20 Stunden/Woche; befristet auf 4 Jahre)
Inhaltliche Ausrichtung: Eigenständige Forschung im Gegenstandsbereich „Digitale Geisteswissenschaften“, insbesondere in den Themenbereichen „Digitale Edition“ oder „Digitale Diplomatik“

Ausschreibung auf Deutsch | Ausschreibung auf Englisch

Genauere Informationen zu Inhalt, Anforderungen und Bewerbungsmodalitäten entnehmen Sie bitte den Dokumenten.
Die Bewerbungsfrist endet am 13. Mai 2016.

Neues Projekt Online: Digitale Edition der Jahrrechnungsbücher der Stadt Basel 1536-1611

Digitale Edition der Jahrrechnungsbücher der Stadt Basel 1536-1611

  • In Kooperation mit dem Department Geschichte der Universität Basel
  • Laufzeit: 2013-2016
  • Projektkontakt: Georg Vogeler

Prof. Susanna Burghartz arbeitet an der Edition der Basler Jahrrechnungen des 16. Jahrhunderts, einer besonders reichen Quelle für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Stadt Basel. Aufbauend auf den Vorarbeiten von Georg Vogeler zur digitalen Edition von Rechnungen wird im Rahmen des Kooperationsprojekts eine semantisch angereicherte Transkription erstellt. Sie wird im Infrastrukturprojekt GAMS gehostet und um Funktionalitäten erweitert, die die Rechnungen sowohl als Texte wie als numerisch auswertbare Buchungen verarbeitbar machen.

Summer School “Digitale Edition”

Von 5.-9. September 2016 findet an der Universität Graz eine Summer School statt, zu der wir Sie herzlich einladen wollen:

Digitale Edition. Erschließung geisteswissenschaftlicher Quellen mit digitalen Methoden.

Diese School, ausgerichtet vom Zentrum für Informationsmodellierung – Austrian Centre for Digital Humanities (ZIM-ACDH: http://informationsmodellierung.uni-graz.at) der Karl-Franzens-Universität Graz in Zusammenarbeit mit dem Institut für Dokumentologie und Editorik (IDE: http://www.i-d-e.de) und mit der Unterstützung der Geisteswissenschaftlichen Fakultät der Karl-Franzens-Universität Graz, soll Studierende aus geistes- und kulturwissenschaftlichen Fächern darauf vorbereiten, inhaltlich wie funktional hochwertige Editionen für die digitalen Medien zu konzipieren und sie zeitgemäßen methodischen und technischen Standards entsprechend durchzuführen.

Im Zentrum der Veranstaltung stehen neben dem Einblick in den aktuellen Entwicklungsstand digitaler Editionen vor allem die praktische Einübung der maßgeblichen Technologien aus dem Umfeld von XML (Extensible Markup Language) und der Umgang mit den Richtlinien der TEI (Text Encoding Initiative), dem internationalen Standard zur Kodierung textuellen Quellenmaterials in Digitalen Editionen.

Informationen zu Programm und Teilnahme finden Sie im Anhang und auf der Webseite http://informationsmodellierung.uni-graz.at/de/aktuelles/summer-school-digitale-edition-2016/.

Bei Interesse an einer Teilnahme schicken Sie bitte bis 1. Juni 2016 eine formlose E-Mail mit Ihren Kontaktdaten und Angaben zu Ihrem Studium oder Forschungsbereich sowie einer kurzen Skizze Ihres (konkreten oder potenziellen) Editionsprojekts an zim(at)uni-graz.at.

Wir freuen uns auf rege Teilnahme!